Drei Dinge, die einen Umzug hier von einem Stadtumzug unterscheiden
Das Erste ist die Menge, die nicht in der Wohnung steht. In einem Mietshaus ist ein Haushalt hinter der Wohnungstür zu Ende. Auf einem Neuenhagener Grundstück geht er dort erst los: Keller, Dachboden, Garage oder Carport, ein Schuppen, oft ein Gartenhaus. Wer nur die Wohnräume ansieht, liegt regelmäßig um zwanzig Kubikmeter daneben, und deshalb halten Zahlen aus Telefongesprächen hier so selten.
Das Zweite ist der Weg zwischen Fahrzeug und Tür. In den gewachsenen Einfamilienhaus- und Villenlagen aus der Zeit um 1900 und der Zwischenkriegszeit sind die Fahrbahnen schmal, die Grundstücke tief und die Bäume alt. Ein Ast in drei Metern Höhe reicht, damit ein Kofferaufbau zwanzig Meter früher halten muss. Diese zwanzig Meter tauchen an jedem einzelnen Karton wieder auf, und am Ende des Tages sind daraus Stunden geworden.
Das Dritte ist die Stadt vor der Tür. Neuenhagen grenzt direkt an Berlin-Marzahn-Hellersdorf und hängt über die S 5 an der Innenstadt. Ein großer Teil der Umzüge geht deshalb nicht quer durch Brandenburg, sondern über wenige Kilometer hinein oder heraus. Für den Tagesablauf heißt das: kurze Fahrt, aber zwei Adressen mit völlig verschiedenen Bedingungen. Hier eine Einfahrt und ein Plattenweg, dort eine Hofdurchfahrt und vier Etagen ohne Aufzug.